Vier Trends verändern die Büromärkte


An den deutschen Büromärkten vollziehen sich laut Savills derzeit einige tief greifende Veränderungen, die die Märkte höchstwahrscheinlich langfristig prägen werden und neue Anforderungen an das Bürovermietungsgeschäft mit sich bringen. „Der Trend geht zu flexibleren Mietverträgen, Nachhaltigkeitsaspekte spielen bei der Anmietungsentscheidung eine immer größere Rolle und immer mehr Unternehmen lassen sich bei der Anmietung von Büroflächen umfassend beraten“, erläutert Robert Kellershohn, Managing Director Office Agency bei Savills, drei dieser Trends, die sich seit einiger Zeit beobachten lassen. Hinzu kommt eine abnehmende Volatilität der Büromärkte, die ebenfalls einen Einfluss auf die strategische Positionierung von Eigentümern und Mietern hat. „Wir gehen davon aus, dass diese Tendenzen auf absehbare Zeit anhalten und sich zum Teil sogar beschleunigen und sind deshalb bestrebt, unsere Beratungsleistungen den geänderten Anforderungen anzupassen“, so Kellershohn weiter. „Die zahlreichen erfolgreichen Mandate der letzten Monate bestärken uns in unserer Annahme und zeigen, dass wir hier auf dem richtigen Weg sind“, lautet das Fazit von Kellershohn. Die vier Aspekte im Detail:

1. Flexiblere Mietverträge: Der Trend geht tendenziell zu kürzeren Mietvertragslaufzeiten als den bisher üblichen fünf Jahren. Ursächlich hierfür sind vor allem der technologische Wandel sowie sich zunehmend verändernde Arbeitswelten, die von den Büronutzern mehr Flexibilität verlangen. Hinzu kommt, dass sich die Verhandlungsmacht in den letzten zehn bis fünfzehn Jahren vor dem Hintergrund steigender Leerstände in den meisten großen Büromärkten tendenziell zugunsten der Mieter verschoben hat und diese ihre Forderungen leichter durchsetzen können als früher. Die Unternehmen legen dabei nicht in erster Linie Wert auf eine möglichst kurze Vertragslaufzeit, sondern vor allem auf eine flexible Gestaltung der Mietverträge, bspw. indem Sonderkündigungsrechte für Teilflächen oder Anmietrechte vereinbart werden. Diese Entwicklung wird sich auch in den nächsten Jahren fortsetzen, und zwar weitgehend branchenunabhängig. So vermittelte Savills zuletzt beispielsweise die Anmietung von mehr als 1.600 m² an die Rechtsanwaltsgesellschaft Mayer Brown. Ebenfalls in Düsseldorf erfolgte auf Vermittlung von Savills die Anmietung von mehr als 800 m² durch NTT Europe. Beide Unternehmen schlossen Mietverträge mit einer Laufzeit von deutlich weniger als fünf Jahren ab. Mietverträge mit sieben und mehr Jahren Laufzeit, wie die durch Savills vermittelten Anmietungen der VG Wort in München oder von Rödl & Partner in Hamburg, wird es auch weiterhin geben, allerdings werden diese künftig seltener.

2. Nachhaltigkeit: Wie Savills im letzten Jahr im Rahmen einer Studie zeigen konnte, gewinnt der Nachhaltigkeitsaspekt an den Büromärkten zunehmend an Bedeutung.1 Treiber dieser Entwicklung sind hier die Büronutzer – vor allem für große Unternehmen ist das Vorhandensein eines Nachhaltigkeitszertifikats inzwischen Bedingung bei der Anmietung von Büroflächen. Stellvertretend hierfür stehen das „Art Déco Palais“ in München und der „Kö-Blick“ in Düsseldorf, wo Savills im vergangenen Jahr mehrere Anmietungen mit zusammen mehr 6.000 m² vermittelt hat.

3. Corporate Real Estate Services: Unternehmen setzen bei der Suche nach Büroflächen verstärkt auf umfassende Beratungsmandate. Galt dies für große Konzerne schon lange, so beauftragen inzwischen immer häufiger auch kleinere Unternehmen Beratungshäuser mit der Erarbeitung und Umsetzung einer Immobilien- bzw. Standortstrategie. Dies spiegelt sich auch im Erfolg des Geschäftsfeldes Corporate Real Estate Services wider, um das Savills im vergangenen Jahr sein Beratungsspektrum erweitert hat. „Wir konnten unter anderem die Wincor Nixdorf AG und die Fujitsu Technology Solutions GmbH als Kunden gewinnen, auch der Personaldienstleister Robert Half International sowie ein international tätiger Mineralölkonzern lassen sich bei der Büroflächensuche in Deutschland von Savills vertreten“, nennt Kristian Barthels, bei Savills verantwortlich für das Geschäftsfeld Corporate Real Estate Services, einige Beispiele für diesen Erfolg. Für Fujitsu konnte Savills im vergangenen Jahr Büroflächen in Frankfurt (ca. 7.000 m²) sowie in Berlin (ca. 2.000 m²) und mehrere Vertragsverlängerungen vermitteln.

4. Marktstabilität: Betrachtet man die ungewöhnlich heftigen konjunkturellen Ausschläge der letzten Jahre, erscheint die Entwicklung an den großen deutschen Büromärkten überraschend stabil. So gab es beispielsweise bei den Mieten in den vergangenen drei Jahren nur verhältnismäßig wenig Bewegung – sowohl nach oben als auch nach unten. Ursächlich für diese Entwicklung sind in erster Linie die deutlich gesunkenen Flächenfertigstellungszahlen: Wurden zwischen 2000 und 2005 in den sechs größten deutschen Büromärkten (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln und München) knapp 9 Mio. m² Büroflächen fertiggestellt, waren es in den folgenden sechs Jahren 2006 bis 2011 nur noch etwa halb so viel. Da die Flächenfertigstellungvolumina auch in den kommenden Jahren auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau liegen dürften, werden wohl auch die Büromärkte auf absehbare Zeit von einer relativ hohen Stabilität geprägt sein. Diesen Aspekt müssen sowohl Eigentümer als auch Büronutzer in ihre Vermietungs- und Anmietungsentscheidungen einbeziehen, da zyklische Opportunitäten eine geringere Rolle spielen als in volatileren Marktphasen.

1 Die Analyse „Nachhaltige Büroimmobilien“ steht unter www.savills.de/research zum kostenfreien Download zur Verfügung.

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Sicherheitsfirma und Endress & Hauser Messtechnik mieten jeweils 1.000 m² Bürofläche


Neuer Mieter in der Ingersheimer Straße 12 in Weilimdorf. Das Unternehmen Endress & Hauser Messtechnik mietete ca. 1.000 m² Bürofläche  in dem dortigen Bürogebäude an. Ebenfalls ca. 1.000 m² Bürofläche wurden in Vaihingen an eine Sicherheitsfirma vermietet. Bei beiden Vermietungen war die Angermann Real Estate Advisory AG vermittelnd tätig.

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Neue Büros rar – Hamburg ist Deutschlands Großbaustelle


Fertigstellungsvolumen zieht erst 2013 wieder an

Laut Jones Lang LaSalle sind neue Bürogebäude rar in Deutschlands Immobilienhochburgen. Gleichzeitig steigt die Bedeutung von Investitionen in Bestandsobjekte.

2011 ist das Fertigstellungsvolumen gesunken. Insgesamt wurden in den Big 7 nur 880.000 m² Bürofläche errichtet, 25% weniger als im Jahr zuvor, minus 35% waren es  gegenüber 2010. Im laufenden Jahr werden sich die Fertigstellungen auf vergleichbarem Niveau bewegen. Erst 2013 könnte das Neubauvolumen dann wieder anziehen – auf knapp 1,2 Mio. m².

Hamburg ist die “Großbaustelle” Deutschlands. Hier befinden sich mit 420.000 m² die meisten Flächen in Bau. Das gilt auch in der relativen Betrachtung zum Bestand: mit einem Anteil von 2,9% liegt Hamburg vor Frankfurt (2,7%) und Düsseldorf (2,6%).

Im Bau befindliche Büroflächen (Quelle: Jones Lang LaSalle)
Im Bau befindliche Büroflächen (Quelle: Jones Lang LaSalle)

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FDP mietet Bürofläche in Stuttgart-Nord


Die Freie Demokratische Partei Landesverband Baden-Württemberg hat im Norden Stuttgarts in der Rosensteinstraße eine ca. 418 qm große Bürofläche angemietet. Die Fläche teilt sich in ca. 340 qm Büro und ca. 78 qm Lager. Der Mietvertrag wurde für 15 Jahre abgeschlossen. Vermieter ist die Drestate Services GmbH. Vermittelnd tätig war Engel & Völkers Commercial Stuttgart.

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Nachhaltige Gebäude: Optimierung der Lebenszykluskosten gewinnt bei Immobilieninvestoren an Bedeutung


Immobilienprofis vermissen weiterhin eindeutige Beurteilungskriterien / Portfoliobezogene Darstellung noch die Ausnahme

Bei der Beurteilung der Nachhaltigkeit von Gebäuden müssen Investoren offensichtlich weiterhin mit Unschärfen leben. Zwar kristallisiert sich in Europa ein Set an Kennzahlen heraus, mit dem die Unternehmen ihre Gebäudebestände auf ökologische Nachhaltigkeitsaspekte hin überprüfen. Eindeutige Beurteilungskriterien für nachhaltige Gebäude meinen jedoch gerade einmal 20 Prozent der europäischen Immobilienprofis in ihren jeweiligen Ländern vorzufinden. Zu diesen Ergebnis kommt eine Folgestudie von Union Investment, für die 167 Immobilieninvestoren in Deutschland, Frankreich und Großbritannien repräsentativ befragt wurden. Auffällig: Gegenüber der letztjährigen Umfrage ist der signifikant niedrige Wert noch einmal 5 Prozentpunkte gefallen. Stark verändert hat sich auch das Ranking der wichtigsten Kennzahlen, die Investoren für die Bewertung der Nachhaltigkeit ihres Gebäudebestandes heranziehen. Hinter dem Primärenergieverbrauch, den 83 Prozent der Umfrageteilnehmer als „besonders wichtige Kennzahl“ einschätzen, folgt auf Platz 2 die Erfassung der Lebenszykluskosten. Dieser Kennzahl messen 67 Prozent der Investoren (Vorjahr 58 Prozent) eine besonders hohe Bedeutung bei. Insbesondere unter den deutschen Immobilieninvestoren (80 Prozent Zustimmung) hat sich das Bewusstsein für die Notwendigkeit einer aktiven Steuerung und Optimierung der Lebenszykluskosten im letzten Jahr offensichtlich stark entwickelt. In Großbritannien und Frankreich werden die Kennzahl „Lebenszykluskosten“ mit 64 bzw. 46 Prozent Zustimmung noch deutlich geringer taxiert.

Energieverbrauch (Quelle: Union Investment)
Energieverbrauch (Quelle: Union Investment)

Wenig Veränderung zeigt sich darin, wie die Immobilienunternehmen die genannten Kennzahlen abbilden. 74 % der befragten Immobilienunternehmen erheben die Kennzahlen objektbezogen, 32 % bilden die Kennzahlen nutzungsbezogen ab. Nur in wenigen Fällen liegen umfassende Kennzahlen vollständiger Portfolien vor: Portfoliobezogen werden die Kennzahlen lediglich von 25 % der Investoren abgebildet.

Davon unbeeinflusst bleibt der hohe Stellenwert, den nachhaltige Immobilieninvestments in Europa generell einnehmen. 60 % der befragten Investoren kündigen an, zukünftig deutlich mehr in nachhaltige Immobilien investieren zu wollen; getragen wird dieser Wert insbesondere von institutionellen Investoren wie Versicherungen und Pensionskassen, die in der Umfrage überproportional starke Investments ankündigen. Die Modernisierung der Immobilienbestände  unter nachhaltigen Aspekten hat dabei in etwas den gleichen Stellenwert eingenommen wie die Neuentwicklung von Green Buildings.

Ein weiteres Ergebnis der Umfrage: Nicht einmal zehn Prozent der Befragten können davon berichten, dass Banken für nachhaltige Immobilien Sonderkonditionen bei der Kreditvergabe gewähren.

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Vollvermietung in der Stuttgarter Theodor-Heuss-Straße 34


Durch Vermittlung der Angermann Real Estate Advisory AG konnte das bekannte Büro- und Geschäftshaus in der Theodor-Heuss-Straße 34 langfristig voll vermietet werden. Die Nanohaus GmbH mietete die ca. 3.200 m² Gewerbefläche bietende Immobilie von einem Privateigentümer an. Das am Rotebühlplatz gelegene Gebäude war u.a. der ehemalige Sitz des Kreisverbandes Stuttgart der CDU und der Signal Iduna.

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Neuer Umsatzrekord am Stuttgarter Büromarkt


Neubauprojekte entschärfen aktuelle Verknappung von Großflächen

Stuttgarts Büromarkt krönt ein erfolgreiches Jahr mit einer eindrucksvollen neuen Bestmarke. Insgesamt wurden 2011 ca. 278.000 m² vermietet. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das Rekordergebnis eine Steigerung von 53 %. Trotz der teilweise schlechten Wirtschaftsprognosen realisierten viele Unternehmen in den vergangenen Monaten ihre bislang zurückgestellten Anmietungsentscheidungen und machten so den hohen Flächenumsatz möglich. Auch in 2012 ist aufgrund des nach wie vor vorhandenen großen Bedarfs von einer anhaltend guten Nachfrage nach Büroflächen auszugehen. „Es ist jedoch wenig wahrscheinlich, dass eine ähnlich hohe Vermietungsleistung erneut erzielt werden kann. Dies liegt unter anderem am Fehlen großer Bestandsflächen. Für 2012 erscheint deshalb ein Büroflächenumsatz von 200.000 m² realistisch, was immer noch ein überaus gutes Ergebnis wäre“, sagt Bernd Unterberger, Vorstand der Angermann Real Estate Advisory AG Stuttgart.

Büromarkt Stuttgart 4. Quartal 2011: Vermietungen, Leerstand, Mieten

Büromarkt Stuttgart 4. Quartal 2011: Vermietungen, Leerstand, Mieten

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Jones Lang LaSalle Offices 2020: Verschiebung des Kräfteverhältnisses zugunsten der Büronutzer


Mehr zur zukünftigen Entwicklung gibt es hier.

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event it neues Büro im Medienhaus in Stuttgart


Die hannoversche event it AG bleibt auf Expansionskurs. Nach dem neuen Büro in Berlin eröffnet der Spezialist für Veranstaltungen und datenbankgestütztes Gästemanagement nun einen Standort in Stuttgart. „Die Region Stuttgart zählt zu den wirtschaftsstärksten und innovativsten Räumen Deutschlands.“ sagt Markus Scheele, Gründer und Vorstandsvorsitzender bei event it. „Außerdem hatten wir immer schon eine hohe Anziehung zum Automobil. Wir sind also sicher, dass wir sehr gut ins Ländle passen.“

Die event it AG zählt mit über 50 festen Mitarbeitern und Units, die auf Eventplanung und –abwicklung, Personalstellung, Promotions und IT-Lösungen zum Einladungs- und Teilnehmermanagement spezialisiert sind, zu Deutschlands wichtigsten Agenturen im Veranstaltungssegment. Konsequent ausgerichtet an Innovation und Motivation, verknüpft event it die technischen Möglichkeiten digitaler und mobiler Lösungen mit der Erfahrung und dem Engagement des versierten Teams. Diese Qualitäten überzeugen nicht nur Kunden: Seit August 2011 ist die Deutsche Messe AG mit 51 Prozent an event it beteiligt.

Das neue Büro in Stuttgart wird von Alexandra Memminger geleitet. Die Diplomjuristin ist seit 2005 in der Personalunit von event it tätig, die sie seit 2007 leitete. Seit 2010 ist sie mit dem Aufbau des Stuttgarter Offices beschäftigt und betreut seitdem bereits vor Ort namhafte Kunden wie Daimler, EnBW, SAP und Robert Bosch. „Wir sind in der Gegend hier nicht ganz unbekannt.“ sagt Alexandra Memminger. „Ein Ziel des neuen Büros ist natürlich, unseren Kunden im Süden räumlich etwas näher zu rücken. Ein anderes ist es, die Vorteile des Stuttgarter Standorts für neue Kontakte und Projekte zu nutzen.“

Das Büro von event it befindet sich im Medienhaus Stuttgart. Dieser Standort bietet von vornherein gute Vernetzungsoptionen in der Landeshauptstadt. Hier arbeiten zahlreiche Unternehmen und Selbstständige, unter anderem aus den Bereichen Musikmanagement, Internet, Kommunikation und Werbung. „Ein idealer Ausgangspunkt für uns,“ freut sich Markus Scheele, „Wir sind gespannt auf die Konstellationen, die sich hier ergeben und startklar für neue Herausforderungen.“

Die event it AG hat ihren Hauptsitz in Hannover und beschäftigt über 50 feste Mitarbeiter. Die Agentur ist spezialisiert auf die Entwicklung und Durchführung von Events und Promotions. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem datenbankgestützten Einladungs-, Einlass- und Teilnehmermanagement auf Basis einer eigens entwickelten, webbasierten Software. Von den Systemlösungen der event it AG profitieren so renommierte Kunden wie Vodafone, SAP oder Volkswagen und so bekannte Veranstaltungen wie die Kieler Woche und die Gala „Ein Herz für Kinder“.

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IPD-Studie: Mietfreie Zeiten für Büro- und Handelsflächen erschienen


„Der Trend zu kürzeren Mietvertrags-laufzeiten ist gestoppt. Im Bürobereich betragen die Laufzeiten inzwischen etwa fünf und im Handelssektor rund acht Jahre“, fasst Lars Dierkes von IPD Investment Property Databank GmbH (IPD) eines der Ergebnisse des ersten German Annual Lease Review zusammen. Die Mietverträge wurden zudem hinsichtlich etwaiger Regelungen zu Kündigungsoptionen und mietfreien Zeiten analysiert. Die Studie basiert auf der Auswertung von insgesamt 45.000 Mietverträgen, die im Zeitraum 2006 bis 2010 neu abgeschlossen wurden. Die Untersuchung ist mit Unterstützung der alstria office REIT-AG und dem ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss entstanden und soll zukünftig einmal jährlich erscheinen.

„Analog zu der in UK bereits seit Jahren etablierten Studie wollen wir auch auf dem deutschen Markt mehr Transparenz bei Mietvertragsabschlüssen für Büro- und Handelsflächen schaffen“, erläutert IPD-Geschäftsführer Dr. Daniel Piazolo die Beweggründe für das Kooperationsprojekt. „Dank der sehr umfassenden Datenbasis erhalten wir belastbare Ergebnisse für die jeweiligen Marktsegmente.“

So lag die durchschnittliche Mietvertragslaufzeit im vergangenen Jahr über alle Nutzungsarten bei 5,2 Jahren. 2009 waren es nur 3,7 Jahre. Dazu ergänzt Lars Dierkes, Leiter der IPD-Studie: „Auffällig ist, dass der Anteil der Mietverträge mit Kündigungsoptionen um 26% auf 43% zurückgegangen ist. Damit weist nur noch jeder zweite Mietvertrag, der 2010 abgeschlossen wurde, eine Kündigungsoption auf.“ Im Vorjahr waren es noch zwei Drittel aller Mietverträge. „Auch liefert die Studie zum ersten Mal verlässliche Ergebnisse für die Messung von mietfreien Zeiten beim Abschluss von Mietverträgen“, sagt Dr. Piazolo. Die Analysen ergaben, dass die durch-schnittliche mietfreie Zeit über alle Nutzungsarten derzeit etwa 2,5 Monate bzw. 3,9% der Mietvertragslaufzeit beträgt. Büroverträge liegen mit 3,4 Monaten (5,9% der Mietvertragslaufzeit) über diesem Schnitt, Handels-verträge mit 2,3 Monaten (2,5% der Laufzeit) etwas unter dem Durch-schnittsniveau. Besonders lange mietfreie Zeiten werden im Bürobereich derzeit in Köln mit 5,6 Monaten gemessen, gefolgt von München mit 4,9 Monaten. Schlusslichter sind hier Berlin mit 2,2 Monaten und Frankfurt am Main mit 1,0 Monaten.

„Der IPD German Annual Lease Review gibt einen Überblick über den Zustand des Mietmarktes und führt damit zu einer deutlich höheren Transparenz“, sagt Olivier Elamine, CEO von alstria. „alstria wird sich auch zukünftig dafür engagieren, die Marktransparenz zu verbessern. Wir sind stolz darauf, diese IPD-Initiative zu unterstützen, denn sie ist eine ideale Ergänzung zum IPD German Rent Reversion Index.”

Die Studie German Annual Lease Review ist kostenfrei unter www.ipd.com/germany abrufbar.

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